Damit man im Alter nicht in Armut lebt – Die Rentenversicherung
Damit man im Alter nicht in Armut lebt – Die Rentenversicherung
Jul 14
In heutiger Zeit wird die Altersvorsorge immer wichtiger. Denn allein auf die gesetzliche Rentenversicherung kann sich kaum jemand noch verlassen. Daher fragt sich der Laie, wie er sich in dem Versicherungschaos für Angebote zur Altersvorsorge am Besten versichern lassen soll. Eignen sich nun die Riester-Rente, die Rürup-Rente, ein Fonds oder ein Banksparplan am Besten? Und ebenso ist es eine angebrachte Frage, worin sich eine gesetzliche Rentenversicherung von einer privaten unterscheidet.
Die gesetzliche Rentenversicherung
Es ist wichtig zu wissen, dass die gesetzliche Rentenversicherung zu der Sozialversicherung angehört. Mithilfe der Beiträge der arbeitenden Gesellschaftsschicht werden die Renten bei Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, im Alter und ebenso im Todesfall an Hinterbliebene ausgezahlt. Hierbei gilt der Generationenvertrag. Die Arbeiter und Angestellten zahlen demnach in die Sozialversicherung ein und finanzieren damit die Renten der heutigen Rentner. Daher wird der Beitrag nicht für die eigene Rente erspart, sondern nur Ansprüche auf einen späteren Rentenbezug erworben. Dies ist in Abhängigkeit von der Dauer und Höhe der Einzahlung. Der monatliche Beitrag, der einzuzahlen ist, hängt dabei von der Höhe des Verdienstes ab. Jeweils die Hälfte der Versicherungssumme zahlen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist zu beachten, dass 17 Prozent aller Renten frühzeitig durch die Erwerbsminderungsrente beginnen. Die meisten dieser Erwerbsgeminderten sind voll erwerbsunfähig. Die Erwerbsminderungsrente gilt seit 2001, wo zuvor bis 2000 die Erwerbsunfähigkeitsrente und die Berufsunfähigkeitsrente vorhanden waren. Weiterhin gibt es die Hinterbliebenenrente mit der Witwen- und Witwerrente und der Waisenrente. Mit einer Frührente hingegen werden alle frühzeitig vor dem Rentenalter bezogene Renten gemeint.
Die private Rentenversicherung
Die private Rentenversicherung dient im Vergleich zu der gesetzlichen Rentenversicherung allein der persönlichen Altersvorsorge. Da die gesetzliche Rentenversicherung im Laufe der Jahre immer weniger dazu in der Lage ist, ein angemessenes Maß an Wohlstand im Alter zu gewährleisten, wird die private Rentenversicherung zu einer Möglichkeit, um sich eine sichere Rente in der erwünschten Höhe zu gewährleisten. Dabei unterscheiden sich zwei Formen der privaten Rentenversicherung. Es gibt zunächst die sofort beginnende Rente. Hierzu zahlt der zu Versichernde einen einmaligen Betrag von beispielsweise 50.000 Euro und erhält sofort ab dem Folgemonat eine lebenslang gewährte Rente. Weiterhin gibt es eine später beginnende Rente. Hierbei zahlt der Versicherte lebenslang einen bestimmten Betrag an und kann dann mit dem Erreichen des Rentenalters entscheiden, ob er eine einmalige Auszahlung oder eine lebenslange Rentenzahlung anfordern will.
Unterschiede
Im Unterschied zur gesetzlichen Rentenversicherung ist die private Rentenversicherung variabel und renditestark und eine ausgesprochen gute Möglichkeit die gesetzliche Rente aufzubessern. Zudem ist die private Rentenversicherung empfehlenswert für Singles und Familien, die keine Todesfallleistung mehr brauchen. Beachtenswert ist ebenso die Tatsache, dass bei Fondsanteilen eine separate Auszahlung möglich ist. Sollte der Vertrag in einem solchen Jahr auslaufen, in dem die Aktien schlecht laufen, so gibt es die Möglichkeit, die Fondsanteile vorerst nicht zu verkaufen und diese später, bei einem höheren Kursstand zu verkaufen. Die gesetzliche Rentenversicherung hingegen wird im Laufe der Zeit nur durch eine erhebliche Senkung des Rentenniveaus oder durch eine deutliche Steigerung der Beitragssätze zur Sozialversicherung möglich werden.
Quelle des Bildes: Frank Heinzelmann: Fotolia
